Der Installationsplan


In der Installationstechnik gibt es eine Reihe von Plänen, aus denen die genaue Ausführung der elektrischen Installation hervorgeht.

Im Installationsplan werden zunächst die Kundenvorgaben oder die Ideen des Anlagenplaners in den Gebäudegrundriss eingetragen. Nicht für jede elektrische Anlage wird auch ein Installationsplan angefertigt. Bei einem „einfachen“ Einfamilienhaus kommt es in der Praxis auch häufig vor, dass der „Installationsplan“ mit einem Bleistift direkt auf die Rohbetonwand gezeichnet wird.

Schaltsymbole im Installationsplan

Im Installationsplan werden ausschließlich die Schaltsymbole der elektrischen Betriebsmittel in der sogenannten „einpoligen Darstellung“ in den Gebäudegrundriss eingetragen. Die Darstellung erfolgt in der „Draufsicht“ also von oben. Hieraus folgt, dass bei mehrgeschössigen Gebäuden für jedes Stockwerk ein Installationsplan erstellt werden muss. Die Verbindungspunkte zwischen den Stockwerken werden als „Steigepunkte“ in den Installationsplan eingetragen.

Damit die Schaltsymbole in allen Installationsplänen einheitlich verwendet werden, ist ihre Darstellung auf europäischer Ebene genormt. Häufig verwendete Schaltsymbole, wie Schalter, Lampen und Steckdosen, finden sich in jedem Tabellenbuch der Elektrotechnik. Neben den eben genannten Schaltsymbolen der elektrischen Installationstechnik gibt es für zahlreiche Betriebsmittel, wie bspw. Waschmaschinen, Mikrowellen und Elektroherden, gesonderte Schaltsymbole. So kann z.B. bereits im Installationsplan festgehalten werden, dass eine Steckdose für den Anschluss eines bestimmten Betriebsmittels vorgesehen ist. Aus dieser Kennzeichnung ergibt sich dann eventuell die Forderung nach einem gesonderten Stromkreis (Elektroherd) oder einer abweichenden Montagehöhe (Dunstabzugshaube).

Montagehöhen und Betriebsmittelbezeichnung

Da in der Draufsicht natürlich keine Installationshöhen abzulesen sind, gibt es fest vorgegebene Installationszonen für Steckdosen und Schalter. Hiervon abweichende Montagehöhen müssen im Installationsplan gekennzeichnet werden.

Alle im Installationsplan eingetragenen Betriebsmittel erhalten eine eigene Bezeichnung. Zur Bezeichnung gehören mindestens der Kennbuchstabe des Betriebsmittels (bspw. E für Lampen, X für Steck- und Abzweigdosen und Q für Schalter) und eine Ziffer, die das Betriebsmittel eindeutig zuordnet (bspw. E1 und E2 für zwei Lampen).

Die Bezeichnung kann zur besseren Übersicht noch weitere Ziffern enthalten, die dem jeweiligen Betriebsmittel noch einen Zähler, einer RCD oder einen Stromkreis zuordnet.

In dem nachfolgenden Video zeige ich noch mal Schritt für Schritt wie du einen Installationsplan anfertigen kannst.

Nach dem du jetzt weißt, wie man die Positionierung der Betriebsmittel dokumentiert, geht es im Stromlaufplan in aufgelöster Darstellung um die möglichst einfache und übersichtliche Darstellung der Schaltungsfunktion.

Michael Bauhaus

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